Bei-der-Arbeit-für-eine-Ausstellung
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Der Weg zur ersten Ausstellung

Kurzfristig bei einer Ausstellung mitmachen?
Wenn man darauf den Hauptfokus setzt, absolut machbar.

Ich wurde vor kurzem gefragt, ob ich bei einer Ausstellung in den Kunstarkaden in München mitmachen will, da jemand anders abgesprungen war. Na klar! Wie kann man zu so einem Angebot auch nein sagen? Thema „Comic Future“. Problem: Die Ausstellung sollte ein paar Wochen später eröffnet werden und ich musste erstmal mit einer Idee anfangen.

Schritt 1: Was will ich überhaupt ausstellen?

Da ich in Webcomics den Zukunft des Comics sehe: einen Webcomic. Okay. Thema…hmmm…auf Druck ein Thema ausdenken. Freund fragen. „Ich wünsch mir was mit einem Schwein als Hauptcharakter“ – na klar. Auf der Party am Tag davor haben wir von einem Freund gelernt, dass es in anderen Ländern üblich ist, Häusergerüste aus leeren Bierdosen zu bauen. Schweine die also Bier trinken, um sich ein Haus zu bauen. Läuft.

Schritt 2: Die Ausarbeitung.

Frisch ans Werk. Großes Papier und Kugelschreiben, um sich ein Storyboard zu zeichnen, dass man weiß, was man überhaupt zeichnet. Alles abfotografiert und am IPad mit Procreate digital gezeichnet (Scannen gespart = Zeit gespart).

Kugelschreiber-Thumbnails-zur-Orientierung-wo-ein-Comic-hingehen-sollArbeiten-am-IPad-digitales-Comic-machen

Ich war glücklich als ich – in meinen Augen – genug Episoden hatte, um alles auf Leichtschaumstoffplatten aufzuziehen und dann in Kacheln wie einen Instagram Feed an die Wand zu hängen.

Pigventure-Webcomic-fertige-EpisodePigventure-Webcomic-fertige-Episode

Schritt 3: Die Wende.

Bei einem Treffen der Gruppe die ausstellt, kam die Idee auf, warum ich es nicht als riesen Handy nachbaue. Dann kann der Besucher den Comic sogar scrollen! Mega Idee. Doch da wurde es kniffelig. Es war nur noch seeeeehr kurz, bis die Ausstellung überhaupt angefangen hat. Der Nachbau war geplant als großer Banner, der auf einem Fotorollsystem „gescrollt“ werden konnte. Das bedeutet: 2,60 Meter Banner. Das wiederum hieß: viel zu wenig Episoden. Also wieder von vorn: Papier und Kugelschreiber. IPad und Procreate. Vor der Arbeit. In der Mittagspause. Nach der Arbeit. Im Prinzip habe ich in dieser Zeit nur gezeichnet, dass alles mit Expressdruck rechtzeitig ankommen kann.

Banner-Design-bereit-für-den-DruckBier-und-Schweine-als-Comic-für-eine-Kunstausstellung-München

Schritt 4: Schaff ich es?

Der Banner war im Druck – also Zeit, das Handy außen nachzubauen. Nachdem ich im Baumarkt erfahren hab, dass ich es nicht aus Holz machen kann – die Alternative: Leichtschaumplatten. Zunächst hatte ich alles stundenlang zugeschnitten und mit schwarzer Acrylfarbe zu bemalen. Darauf hat sich die Platte wider erwarten gebogen. Für Rückschläge war wenig Zeit. Kreativ die Situation meistern, ist da eher das Stichwort. Schwarze Folierfolie gekauft. Die Platte foliert und wieder zugeschnitten. Fertig. Die letzte Frage, die bleibt: Schaff ich alles rechtzeitig aufgebaut.

Kappa-bemalenWarum-man-Kappa-nicht-bemalen-sollteFokussiert-beim-Folieren-und-es-wird-blasenfreiBei-der-Arbeit-für-eine-AusstellungDer-spannende-Moment-beim-Cutten
(Die Bilder 3 – 5 in diesem Absatz sind von Julian Schulz)

Schritt 5: Alles kommt zusammen
– oder auch: wenn Teamwork Gold wert ist –

Der liebe Max, der auch mit ausgestellt hat, hat mir mit seiner Nähmaschine den Banner zusammengenäht. Immerhin sollte es ja rollbar sein. Dann haben wir die Grundkonstruktion gemeinsam aufgebaut. DIe „Handyvertäfelung“ musste ich dann noch fertig basteln und mein lieber Freund, der die Konstruktion auch maßgeblich ausgedacht hat. Hat mir mit Heißkleber die „Handyvertäfelung“ an die Konstruktion angebracht (okay…das war auch was, wo wir zu viert schauen mussten, dass alles gerade ist und dass alles passt). Und dann war es fertig. Und ich auch. Aber auch glücklich. Es waren 3 anstrengende aber auch sehr lehrreiche und aufregende Wochen 🙂
(Die Bilder, die folgen, sind auch wieder von meinem lieben Julian Schulz)

Fokus-ist-der-Schlüssel-zum-ErfolgAusmessen-vom-Ausstellungsobjekt

Nach-Fokusphase-das-fertige-Objekt-Kunstarkaden-Kunst

Die Ausstellung ist noch bis zum 27.07.2019 in den Kunstarkaden
(Sparkassenstraße 3, München) zu sehen.

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